Hochgradige Tudor: Heritage Black Bay Steel | Baselworld 2017 Replikat-Einkaufsführer

Tudor: Heritage Black Bay Steel

2012 brachte Tudor die Black Bay als Retro-Taucheruhr in Edelstahl mit roter Aluminiumlünette zurück. Seither hat sich das Modell zu einer eigenständigen Uhrenfamilie entwickelt. In diesem Jahr kommt die Heritage Black Bay Steel hinzu: Wieder mit Edelstahlgehäuse in 41 Millimetern, aber nun mit Drehlünette im blanken Stahl und – Traditionalisten wird dies vielleicht nicht freuen – mit einem Datum bei drei Uhr.

Tudor: Heritage Black Bay Steel
Tudor: Heritage Black Bay Steel

Dafür musste der Index weichen, der zusammen mit den acht Punkten, zwei weiteren Rechtecken und dem Zwölf-Uhr-Dreieck das Gesicht der Tudor-Taucheruhr seit 1954 prägt. Die sogenannten Snowflake-Zeiger kamen erst 1969 hinzu. Die Wasserdichtheit bis 20 Bar hat sich in den 60 Jahren Modellgeschichte nicht verändert. Allerdings ersetzte 2015 ein Manufakturwerk das bislang verwendete Eta-Automatikwerk 2824. Mit Datumsanzeige heißt das neue automatische Kaliber MT5612. Es bietet eine Gangdauer von 70 Stunden und ist von der COSC als Chronometer ausgezeichnet. Getragen wird die Heritage Black Bay Steel an einem Stahlband (3.530 Euro) oder an einem gealterten schwarzen Lederand (3.240 Euro). Beide Varianten werden mit einem zusätzlichen Textilband ausgeliefert. mg

Tudor: Heritage Back Bay Steel mit schwarzem Lederband

Besonders großen Appetit macht da Tudor. Sie räumen sogar selbst ein, dass ihre Preise schon fast aggressiv sind. Dank der zugekauften ETA-Werke beginnt der Einstieg für eine grundsolide, mechanische Drei-Zeiger Uhr mit Datum bei knapp 1800 Euro und eine kompetente Taucheruhr endet bei zusätzlichen 1000 Euro. Geschickt sprechen sie dabei den Geschmack von jungen Hipstern bis hin zu bürgerlichen Feingeistern an.Ebel, Oris, Hamilton und Longines – aber auch einige Maurice Lacroix Modelle liefern sich ein Wettrennen in der gleichen Preisliga.Die Marken werden eben nicht mehr so verwöhnt. Ihre Umsätze stiegen 2013 nur im niedrigeren einstelligen Bereich – statt wie in den Vorjahren im zweistelligen Prozentbereich. Dennoch peilt die Swatch Group an, 2014 die 10 Milliarden Franken Hürde zu nehmen.Die meisten lassen sich jedoch nicht zu gewagten Extravaganzen verleiten. Durchdachte, qualitativ anspruchsvolle und charakterstarke Neuheiten sind willkommen, erst recht im gehobenen Luxusniveau: neben einer Schar an feschen Modell-Varianten bei Hublot, einer erstaunlichen Vielseitigkeit an Nostalgie-Versionen bei Omega und Breitling, einem eigenen, beachtlichen Chronographen-Kaliber von Glashütte Original, hat hier vor allem Rolex die Nase vorn.Niemand sollte seine Herkunft verleugnen. Die Uhrenmarke TUDOR galt lange Zeit als die “kleine” Rolex, eine Untermarke aus der berühmten Genfer Manufaktur, zwar in denselben Werkstätten gefertigt, aber dennoch irgendwie der großen Schwester nicht ebenbürtig. Dies hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert.Rolex hat sein enormes industrielles Knowhow eingesetzt und unter der Marke Tudor eine eigenständige Sportuhrenmarke mit sehr attraktiven Modellen entwickelt. Was uns besonders freut, ist – neben dem kernigen Design – das ausgezeichnete Preis/Leistungs-Verhältnis der Tudor Uhren. Die Verarbeitungsqualität ist großartig und übertrifft darin deutlich so manchen Wettbewerber. Spaß machen die Tudor Modelle sowieso.

Tudor: Heritage Black Bay Steel mit Textilband

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