Manufakturbesichtigung Döttling: Safes in Perfektion – Teil 1

Kennen Sie Döttling? Oliver Mendl hatte die Gelegenheit, die Sindelfinger Tresor-Manufaktur für luxify zu besuchen. Seien Sie versichert: das Wort Tresor wird nach der Lektüre seines Berichts eine ganz neue Bedeutung für Sie haben!

Es ist 6:00 Uhr als ich ins Auto steige, um die etwa 380 km nach Sindelfingen zu fahren, und schon jetzt bin ich etwas aufgeregt. Seit im Juni 2007 das Buch „Toys for Boys“ von Patrice Farameh im Tectum-Verlag erschien und ich kurze Zeit später eher zufällig ein Besitzer dieses Buches wurde, ist bei mir der Begriff „Tresor“ unweigerlich mit dem Namen Döttling verbunden. Immer wieder blieb ich an den Seiten hängen, auf denen die von Hand gefertigten Meisterwerke des Schlosserhandwerks präsentiert wurden.

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Die Tresor-Manufaktur Döttling wurde im Jahr 1919 gegründet. Heute, im Jahr 2014, ist sie spezialisiert auf Tresor-Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch und bietet außerdem unter anderem einen eigens entwickelten Uhrenbeweger, den sog. „Gyrowinder“, an. Ebenfalls unterhält Döttling Geschäftsbeziehungen z.B. zu Hublot, Jaeger-LeCoultre und Chronoswiss. Dazu jedoch später mehr.

Während ich Sindelfingen immer näher komme, werden die Stimmen, die mir wohlklingende Namen wie „The Bel Air“, „Liberty“, „Legend“, „Colosimo“ und „Fortress“ zuflüstern, immer lauter, und die Tresore, die diese Namen tragen, bilden sich vor meinem geistigen Auge ab – wie es wohl ist, so einen Tresor unmittelbar vor sich und in seiner ganzen Pracht zu sehen?

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Mittlerweile ist es 10:25 Uhr, und mein Treffen mit Döttling GmbH Geschäftsführer Markus Döttling steht unmittelbar bevor. Während ich im Eingangsbereich bei einem Glas Wasser noch kurz warte, verabschiedet Herr Döttling einen Kunden, dann lädt er mich in sein Büro ein.

In gemütlicher Atmosphäre, er hat extra ein Frühstück besorgt, sitze ich nun dem  „Vater“ der wohl einzigartigsten Tresor-Kreationen der Welt gegenüber. Angesichts des freundlichen Empfangs weicht meine anfängliche Aufregung schnell, und ich freue mich nun umso mehr auf unser Gespräch.

Angefangen habe alles vor etwa 12 Jahren, erzählt Herr Döttling, da habe man den Weg eingeschlagen, Tresore so zu bauen, dass sie schon für sich genommen ein Kunstwerk, einen Blickfang darstellen und sich ästhetisch in den Wohnraum integrieren lassen.

Die von Döttling angebotenen Tresore gliedern sich erstmal grob in die Kategorien modern oder antik – wobei auch eine Kombination aus beidem möglich ist.

Bei Tresoren aus der Kategorie modern handelt es sich bei den Grundmodellen um Entwürfe von Döttling, die dann nach Kundenwunsch in Größe, Ausstattung und Material ausgeführt werden. Hier gibt es nahezu keine Grenzen: möglich ist, was sich der Kunde wünscht. So ist es z.B. kein Problem, in einem Tresor die Aufbewahrung von Uhren (mit oder ohne Uhrenbeweger), Schmuck und Zigarren zu kombinieren sowie den Korpus mit einem samtig-weichen Leder beziehen zu lassen.

Auf den folgenden Bildern sehen Sie das Modell „Fortress“, ausgestattet mit einem doppeltürigen  „Colosimo“-Tresor inkl. Uhrenbewegern, eine Schublade für die fachgerechte Lagerung von Zigarren und einem weiteren Tresor zur Aufbewahrung von Uhren, Schmuck und anderen Accessoires.

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Leider können Sie als Leser und Betrachter dieser Bilder nicht den fantastischen Geruch von Leder und Zedernholz wahrnehmen, der verströmte während ich z.B. die Zigarren-Schublade öffnen durfte. Ebenfalls leider vorenthalten bleibt es Ihnen den seiden-weichen Gang eben dieser Schublade oder auch der Tresor-Türen zu spüren. Die gesamte Anmutung und Haptik dieses Tresors als hochwertig zu beschreiben wäre eine Untertreibung, es ist einfach unvergleichlich.

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Lesen Sie im zweiten Teil wie die Firma Döttling antiken Tresoren neues Leben einhaucht. Demnächst auf luxify!

Fotos & Text: © Oliver Mendl

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